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Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft
Okay, die High Heels, Ballerinas und Riemchensandalen haben verständlicherweise gerade Pause. Aber wenn selbst Sneaker und andere flache Schuhe plötzlich spannen und drücken, fühlt sich das echt unfair an.
Viele werdende Mamas kennen das: Besonders Beine, Füße und Knöchel werden oft ganz plötzlich dicker. Warum das so ist, wann Wassereinlagerungen ganz normal sind und was deinen Beinen jetzt wirklich guttut, schauen wir uns hier gemeinsam an
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Warum entstehen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?
In dieser Zeit der magischen Veränderung ist buchstäblich alles im Fluss. Denn in der Schwangerschaft bildet dein Körper deutlich mehr Gewebsflüssigkeit als sonst.
Diese zusätzliche Flüssigkeit ist wichtig, um Haut, Bindegewebe und Gefäße dehnbar zu halten und dich sowie dein Baby gut zu versorgen. Gleichzeitig wird der Rückfluss von Blut entgegen der Schwerkraft zunehmend gehemmt, da die wachsende Gebärmutter auf die Gefäße drückt, hormonelle Veränderungen die Venen erweitern und mehr Blut zu transportieren ist. Das verlangsamt auch den Abtransport der Gewebsflüssigkeit aus den Beinen.
Die Folge: Vor allem in den Beinen, Füßen und Knöcheln sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe.
Ab wann sind Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft normal?
Los geht’s bei den meisten Frauen ab Beginn des zweiten Trimesters (SSW 13). Besonders deutlich werden Wassereinlagerungen aber oft erst im letzten Drittel der Schwangerschaft. Typisch ist, dass die Beine im Laufe des Tages anschwellen, vor allem bei langem Stehen, Sitzen oder an warmen Tagen. Morgens wirken Füße und Knöchel meist noch schlank und schwellen zum Abend hin sichtbar an.
Die gute Nachricht: Solche Wassereinlagerungen in den Beinen während der Schwangerschaft sind in den meisten Fällen ganz normal und kein Grund zur Sorge
Warum sind vor allem Beine und Füße betroffen?
Ganz einfach: Schuld ist die Schwerkraft. Denn alles, was an zusätzlicher Flüssigkeit unterwegs ist, sammelt sich nun einmal bevorzugt an den tiefsten Stellen deines Körpers. Und das sind beim Stehen, Sitzen oder Gehen eben deine Füße, Knöchel und Unterschenkel.
Dazu kommt, dass deine wachsende Gebärmutter zunehmend Druck auf die großen Venen im Becken ausübt. Stell dir das ein bisschen wie einen leicht abgeknickten Gartenschlauch vor: Das Blut fließt langsamer zurück zum Herzen, und die Flüssigkeit „staut“ sich eher in Richtung Füße.
Was hilft bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?
Löse den Stau auf: Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du deine Beine spürbar entlasten.
- Beine hochlegen, wann immer es geht
- Regelmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder Gymnastik
- Wechselduschen für die Beine (abwechselnd warmes und kaltes Wasser)
- Bequeme, nicht einschnürende Schuhe und Hosen tragen
- Langes Stehen oder Sitzen möglichst vermeiden
- Medizinische Kompressionsstrümpfe tragen
Kompressionsstrümpfe bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft
Schwere Beine, Spannungsgefühl und das Gefühl, dass sich alles ein wenig staut? Wassereinlagerungen gehören für viele Frauen zur Schwangerschaft dazu. Umso wertvoller ist Unterstützung, die genau dort ansetzt, wo dein Körper sie braucht. Besonders wirkungsvoll bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind Kompressionsstrümpfe.
Denn Kompressionsstrümpfe wirken gezielt da, wo dein Körper gerade Entlastung braucht. Sie üben einen sanften, gleichmäßigen Druck aus, der den Blutrückfluss aus den Beinen Richtung Herz fördert. Gleichzeitig helfen sie den Venenklappen, wieder effizienter zu arbeiten, sodass das Blut nicht in den Beinen „versackt“.
Dadurch wird auch der Abtransport der Gewebsflüssigkeit angeregt. Genau das sorgt dafür, dass sich weniger Wasser in deinen Beinen ansammelt.
Du wirst dich wundern, wie angenehm sich Druck anfühlen kann: Der sanfte, gleichmäßige Druck von Kompressionsstrümpfen wird von den meisten Schwangeren als richtig wohltuend empfunden – fast wie ein Kurzurlaub für müde Beine.
Hilfe, ich schwelle überall an!
Hast du auch das Gefühl, dass du langsam wie ein Michelinmännchen aussiehst? Keine Sorge. Nicht nur deine Füße und Beine können in der Schwangerschaft anschwellen. Dein gesamter Körper muss viel Lymphflüssigkeit transportieren und kann an der ein oder anderen Stelle überfordert sein. Typisch sind Arme und Hände. Auch hier können beispielsweise Bewegung, manuelle Lymphdrainage und medizinische Kompressionsversorgungen helfen.
Wenn dir deutliche Schwellungen an dir auffallen, sprichst du am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber. Gemeinsam könnt ihr deine individuelle Behandlung planen.
Was haben kribbelnde Hände mit Wassereinlagerungen zu tun?
Nicht nur in deinem Bauch kribbelt es, auch in den Händen spürst du vielleicht Veränderungen.
Das Karpaltunnelsyndrom in der Schwangerschaft äußert sich durch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder sogar Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Ursache sind hormonell bedingte Wassereinlagerungen, die den Medianus-Nerv im Handgelenk einengen. Diese Beschwerden plagen Schwangere oft nachts, verschwinden aber nach der Geburt meist vollständig. Davor kannst du einiges tun, um die Beschwerden zu lindern:
Handgelenkschienen entlasten das Handgelenk und den Nerv.
Kühlen mit Umschlägen oder fließendem kaltem Wasser mindert die Schwellung.
Bewegung & Lymphdrainage fördern den Abtransport von Gewebeflüssigkeit.
Entlastung erreichst du durch Vermeiden stark belastender oder sich wiederholender Handbewegungen.
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