Hautpflege in der Schwangerschaft

Wenn dein Hormonhaushalt Kopf steht, hat das natürlich auch Auswirkungen auf deine Haut. Sie kann trockener, sensibler oder einfach anders sein als sonst. 
 
Gerade jetzt willst du alles richtig machen. Da stehen die Sicherheit und Verträglichkeit für dich und dein Baby natürlich an erster Stelle. Deshalb kommt es bei der Hautpflege in der Schwangerschaft besonders darauf an, welche Pflegeprodukte du wählst und wie du deine Haut in dieser Phase aktiv unterstützen kannst.

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Warum sich deine Haut in der Schwangerschaft verändert

Du bist schwanger und deine Haut spielt gerade völlig verrückt. Kein Grund zur Panik, denn das ist völlig normal. Denn Hormone wie Östrogen und Progesteron haben einen Einfluss auf die Struktur und Funktion deiner Haut. Sie kann schneller Feuchtigkeit verlieren, empfindlicher reagieren oder sich einfach anders anfühlen als gewohnt. 
 
Zusätzlich wird deine Haut durch das Wachstum deines Bauches und die Gewichtszunahme stärker beansprucht und gedehnt. Das kann sich durch Spannungsgefühle oder Juckreiz bemerkbar machen. All das ist normal, zeigt aber auch, wie wichtig es ist, deine Haut jetzt regelmäßig zu pflegen und gezielt zu unterstützen. 

Was ist bei der Hautpflege in der Schwangerschaft zu beachten?

Dos – Das tut deiner Haut jetzt gut:

  • Die Haut am besten täglich eincremen
  • Sanfte, dermatologisch getestete Pflegeprodukte bevorzugen
  • Feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden
  • Auf Sonnenschutz achten
  • Sanftes Einmassieren fördert die Elastizität 


Don´ts
 – Darauf solltest du bewusst verzichten: 

  • Neue, ungeprüfte Produkte ausprobieren
  • Hautpflege ständig wechseln oder viele Produkte parallel einsetzen 
  • Starke Peelings und intensiv parfümierte Produkte nutzen  
  • Produkte mit aggressiven oder reizenden Inhaltsstoffen verwenden

Welche Inhaltsstoffe sind geeignet, welche eher nicht?

Top Inhaltsstoffe 

Diese Inhaltsstoffe helfen, deine Haut geschmeidig zu halten, zu beruhigen und optimal zu pflegen. 

  • Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie Glycerin
  • Pflanzliche Öle wie Mandel-, Jojoba- oder Olivenöl
  • Sheabutter zur Pflege trockener Haut
  • Panthenol zur Beruhigung
  • Vitamin E zum Schutz der Haut

Flop Inhaltsstoffe 

Diese können deine Haut unnötig belasten oder sind in der Schwangerschaft nicht empfohlen. 

  • Retinoide (Vitamin-A-Derivate)
  • Hochdosierte Fruchtsäuren
  • Aggressive Tenside wie Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Sodium Laureth Sulfate (SLES)
  • Intensive Peelings
  • Starke Duftstoffe und ätherische Öle  

Welche Hautpflege ist in der Schwangerschaft wirklich geeignet?

In der Schwangerschaft gilt weniger ist mehr. Entscheide dich also am besten für Produkte mit wenigen, gut verträglichen Inhaltsstoffen, die auch nicht zu stark parfümiert sind. Denn deine Haut braucht jetzt vor allem sanfte Unterstützung statt intensiver Wirkstoffe.  

Geeignet ist alles, was deine Haut mit Feuchtigkeit versorgt, beruhigt und schützt. Dazu zählen milde Cremes, Lotionen und Öle, die speziell auf empfindliche Haut abgestimmt sind. Besonders gut sind Hautpflegeprodukte, die deine Haut nicht reizen und helfen, sie geschmeidig und widerstandsfähig zu halten.  

Ein leicht saurer pH-Wert unterstützt deine Haut zusätzlich dabei, im Gleichgewicht zu bleiben und sich gegen äußere Einflüsse zu schützen.

Dehnungsstreifen & Spannungsgefühle: So kannst du deine Haut unterstützen

Jetzt heißt es tapfer sein. Denn es gibt kein Wundermittel, das Dehnungsstreifen komplett verhindern kann. Sie sind ein natürlicher Teil der Schwangerschaft und treten bei fast allen Schwangeren auf – vor allem an Bauch, Brüsten, Hüften und Oberschenkeln.

Dehnungsstreifen entstehen, wenn deine Haut durch das schnelle Wachstum stark gedehnt wird. Dabei können die elastischen Fasern in der Haut überlastet werden und kleine Risse entstehen. Anfangs zeigen sich die Streifen oft rötlich oder violett, mit der Zeit verblassen sie zu helleren, silbrigen Linien. 

Auch Juckreiz am Bauch ist in dieser Phase normal. Er entsteht, weil die Haut trockener wird und sich durch die Dehnung stärker spannt. Umso wichtiger ist es, deine Haut jetzt zu unterstützen.

Eine regelmäßige Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Produkten hilft, Dehnungsstreifen vorzubeugen, Spannungsgefühle zu reduzieren, deine Haut geschmeidig zu halten und den Juckreiz zu lindern.  Auch sanfte Massagen können guttun und die Haut elastisch halten. Massiere dazu mit der Hand oder einem Massageball in ruhigen, kreisenden Bewegungen. 

Ein tröstlicher Gedanke: Dehnungsstreifen sind sichtbare Zeichen einer unvergesslichen Zeit und Teil deiner ganz besonderen Geschichte mit einem wundervollen Happy End.

Hautpflege und Kompressionsstrümpfe: Darauf solltest Du achten

Gerade wenn du in der Schwangerschaft die Vorteile von Kompression nutzt, solltest du auch deiner Haut besondere Aufmerksamkeit schenken.  
 
Wichtig ist vor allem eine regelmäßige Pflegeroutine: Am besten cremst du deine Haut täglich ein – idealerweise abends nach dem Ausziehen der Kompressionsstrümpfe. So kann die Pflege über Nacht einwirken und deine Haut optimal versorgen. 
 
Wenn du zusätzlich morgens Pflege-Öl oder Hautcreme verwenden willst, achte darauf, dass diese gut einzieht, bevor du die Strümpfe wieder anziehst. Das sorgt nicht nur für ein angenehmes Tragegefühl, sondern schont auch das Material der Kompression. 
 
Viele Anbieter von Kompressionsstrümpfen bieten spezielle Hautpflegeprodukte an, die optimal auf die Anwendung mit Kompression abgestimmt sind.

Hautpflege in der Schwangerschaft bewusst und sicher gestalten

Aufmerksamkeit, Pflege und ein gutes Gefühl: Genau was deine Haut in dieser einzigartigen Zeit braucht. Mit sanften, verträglichen Produkten und einer regelmäßigen Pflegeroutine kannst du sie optimal unterstützen – ganz ohne sie zu überfordern. 
 
In Kombination mit Kompression wird daraus ein starkes Zusammenspiel: Während Kompressionsstrümpfe deine Beine entlasten, sorgt die passende Hautpflege dafür, dass sich deine Haut rundum gut anfühlt und geschmeidig bleibt.

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