Übelkeit in der Schwangerschaft

Sicher ist sicher: Übelkeit in der Schwangerschaft sollte immer ärztlich abgeklärt werden – vor allem, wenn sie sehr stark ist, plötzlich auftritt oder von weiteren Beschwerden begleitet wird. 

In seltenen Fällen können hinter solchen Symptomen auch ernstzunehmende Schwangerschaftserkrankungen wie eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie). Das bedeutet nicht, dass du dir Sorgen machen musst – aber eine frühzeitige ärztliche Einschätzung gibt dir Sicherheit und sorgt dafür, dass du und dein Baby bestmöglich versorgt seid.

Grundsätzlich gehört Schwangerschaftsübelkeit jedoch zu den häufigsten Beschwerden werdender Mütter. Sie tritt in einigen Fällen bereits auf, bevor du dir über deine Schwangerschaft im Klaren bist. Auch wenn Übelkeit in der Schwangerschaft in der Regel harmlos ist, kann sie deinen Alltag ziemlich durcheinanderbringen.  
 
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Kompressionsstrümpfe und -strumpfhosen als Unterstützung bei Übelkeit

So eine Schwangerschaft kann dich ganz schön umhauen. Denn wenn das Blut in die Beine sackt, gerät der Kreislauf schnell mal ins Wanken – und plötzlich wird dir schwindelig oder leicht übel. Kompressionsstrümpfe unterstützen den Rücktransport des Blutes und stabilisieren deinen Kreislauf sowie die Sauerstoffversorgung. Kompressionsstrumpfhosen verfügen über einen elastischen Bauchbereich, der sich dem wachsenden Bauch anpasst und angenehm zu tragen ist.  
 
Wichtig ist jedoch: Den Einsatz von Kompression solltest du während der Schwangerschaft immer vorab mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen abklären, da bei bestimmten Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten von einer Anwendung abgeraten wird.

Wann tritt die Übelkeit in der Schwangerschaft auf?

In TV- und Kinofilmen weißt du sofort was los ist, wenn die Protagonistin das Gesicht verzieht und zur Toilette rennt.

In der Realität zeigt sich Schwangerschaftsübelkeit meist etwas weniger dramatisch, dafür aber sehr individuell. Viele Frauen spüren die ersten Anzeichen schon kurz nach dem Ausbleiben der Periode, manche sogar früher.

Typischerweise beginnt die Übelkeit in den ersten Wochen und erreicht ihren Höhepunkt meist rund um die 8. bis 10. Schwangerschaftswoche. Während einige nur ein leichtes flaues Gefühl am Morgen verspüren, begleitet andere die Übelkeit in der Schwangerschaft über den ganzen Tag. Übrigens können die Symptome bei einer erneuten Schwangerschaft komplett variieren. 

Woran erkenne ich Übelkeit in der Schwangerschaft?

Übelkeit kann in der Schwangerschaft zwar ganz typisch sein, sie kann aber auch andere Ursachen haben – von ernstzunehmenden Erkrankungen bis hin zu ganz unabhängigen Auslösern wie etwa einer Lebensmittelvergiftung. Deshalb ist es wichtig, die üblichen Anzeichen von Schwangerschaftsübelkeit von anderen Beschwerden unterscheiden zu können und Veränderungen ärztlich abklären zu lassen. 
 
Typisch für Übelkeit in der Schwangerschaft ist ein anhaltend flaues Gefühl, das dich über Stunden oder den ganzen Tag kontinuierlich oder in anflauenden Wellen begleitet. Plötzliche heftige Schübe sprechen eher für eine akute Erkrankung.  

Typische Begleitsymptome sind: 

  • Geruchsempfindlichkeit, bei der selbst vertraute Düfte Übelkeit auslösen können
  • Geschmacksveränderungen wie ein metallischer Geschmack im Mund
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Appetitveränderungen, etwa das Bedürfnis, sehr häufig kleine Mengen zu essen
  • Abneigung gegen Essen, besonders gegenüber stark riechenden Speisen

Wann solltest du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen?

Auch wenn Übelkeit in der Schwangerschaft meist harmlos ist, gibt es Situationen, in denen du ärztlichen Rat einholen solltest. Treten zusätzlich zu der Übelkeit folgende Beschwerden auf, können sie auf eine Infektion, eine Lebensmittelvergiftung, eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) oder eine andere nicht‑schwangerschaftsbedingte Erkrankung hinweisen: 

  • Durchfall 
  • Fieber
  • Starke Bauchschmerzen oder andere Schmerzen 
  • Plötzlich einsetzendes, heftiges Erbrechen 
  • Nährstoffmangel und Unterversorgung als Folge dauerhafter Übelkeit 

Welche Ursachen hat Übelkeit in der Schwangerschaft?

Die Schwangerschaft wirbelt deine Hormone ganz schön durcheinander und genau das ist einer der Hauptgründe für Übelkeit. Besonders das Schwangerschaftshormon hCG sowie ansteigende Östrogen- und Progesteronwerte beeinflussen dein Verdauungssystem, verlangsamen die Magenentleerung und machen dich empfindlicher gegenüber Gerüchen.  
 
Gleichzeitig durchläuft dein Körper einen intensiven Anpassungsprozess, um die Schwangerschaft zu stabilisieren und das Baby optimal zu versorgen. Diese Umstellung kann ebenfalls zu einem flauen Magen führen. 
 
Zudem vermuten Forschende, dass die Übelkeit im ersten Trimester der Schwangerschaft auch als natürlicher Schutzmechanismus fungiert. Dieser soll verhindern, dass du Stoffe aufnimmst, die dem Embryo in dieser empfindlichen Entwicklungsphase schaden könnten.

Was hilft gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?

Es gibt viele Maßnahmen, die deine Beschwerden spürbar lindern können. Wichtig ist: Nicht jede Methode hilft jeder Frau gleichermaßen. Am besten probierst du aus, was für dich funktioniert.

  • Aufsteh-Snacks, z. B.  Zwieback oder Cracker direkt am Bett 
  • Ausreichend trinken  
  • Kleine, leichte Mahlzeiten, die nicht belasten 
  • Starke und unangenehme Gerüche meiden 
  • Spaziergänge an der frischen Luft  
  • Kompressionsstrümpfe zur Stabilisierung des Kreislaufes
  • Ruhe
  • Bewusste Atmung: tief einatmen und lange ausatmen

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