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Blutvolumen in der Schwangerschaft
Dein Körper vollbringt gerade ein kleines Wunder und braucht dafür eine Extraportion Power und Energie. Dafür wird erstmal die Versorgungskapazität erhöht oder mit anderen Worten: Du wirst bis zu 40 % mehr Blut im Körper haben, das entsprechend auch mehr Sauerstoff und Nährstoffe transportieren kann.
So kann dein Körper dich, deinen Nachwuchs und die Plazenta, also die Versorgungsstation fürs Baby im Bauch, jederzeit zuverlässig mit allem beliefern, was ihr braucht. Gleichzeitig bedeutet das zusätzliche Blut aber auch mehr Arbeit für Herz, Kreislauf und insbesondere für deine Beinvenen.
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Warum nimmt das Blutvolumen in der Schwangerschaft zu?
Für dein Baby, die Plazenta und deine Gebärmutter baut dein Körper in der Schwangerschaft ein zusätzliches Versorgungssystem auf.
- Dein Körper bildet mehr Blutplasma (Transportflüssigkeit im Blut).
- Dein Blutvolumen steigt.
- Die Pumpleistung deines Herzens steigt.
Das Ergebnis: Kurz vor deiner Entbindung zirkulieren rund 40 bis 50 % mehr Blut durch deinen Körper als vor der Schwangerschaft.
Wie viel Liter Blut hast du in der Schwangerschaft?
Vor der Schwangerschaft hat dein Körper durchschnittlich 4 ½ bis 5 Liter Blut. In der Schwangerschaft wächst dann das Blutvolumen um 1 bis 2 Liter auf 5 ½ bis 7 Liter. Der höchste Wert wird dabei im dritten Trimester erreicht.
Ab wann steigt das Blutvolumen in der Schwangerschaft?
Ganz nach dem Motto „Früh übt sich…” beginnen die Vorbereitungen schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft und der Körper startet mehr Blut zu bilden. Ab etwa der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche lässt sich der Anstieg des Blutvolumens nachweisen. Im weiteren Verlauf, vor allem im zweiten Trimester, nimmt es dann deutlich zu, bis es gegen Ende der Schwangerschaft seinen Höchststand erreicht.
Welche Herausforderungen bringt das erhöhte Blutvolumen mit sich?
So sinnvoll das zusätzliche Blut für dein Baby ist, für deinen Körper bedeutet es auch eine Mehrbelastung. Für dich kann es durch die größere Blutmenge zu folgenden Veränderungen kommen:
- Entstehung von Krampfadern
- Kreislaufreaktionen wie Herzklopfen oder leichter Schwindel
- Erhöhtes Thromboserisiko
- Auftreten von Hämorrhoiden
Diese Veränderungen zeigen, dass dein Herz‑Kreislauf‑System insgesamt stärker gefordert ist.
Dein Herz arbeitet jetzt auf Hochtouren
Dein Herz schlägt höher für dein Baby! Denn in der Schwangerschaft erhöht sich deine Herzfrequenz um 10 bis 20 Schläge in der Minute. Zudem steigt auch die Blutmenge, die dein Herz mit jedem Schlag pumpt.
Gleichzeitig verändert sich auch dein Blutdruck: Er sinkt zu Beginn der Schwangerschaft häufig leicht ab und steigt im weiteren Verlauf wieder an. Diese Umstellungen sind ganz normal – bedeuten aber, dass dein Herz‑Kreislauf‑System insgesamt mehr leisten muss. Venen haben die Aufgabe, sauerstoffarmes Blut zum Herzen zu transportieren.
Besonders gefordert sind dabei deine Beinvenen, denn sie müssen entgegen der Schwerkraft arbeiten und in der Schwangerschaft zusätzlich größere Mengen befördern. Kein Wunder also, wenn sich deine Beine schneller schwer oder müde anfühlen.
Warum deine Beinvenen jetzt Unterstützung brauchen
Vielleicht hast du auch schon gemerkt, dass sich deine Beine manchmal schwer anfühlen. Das zusätzliche Blutvolumen, hormonelle Veränderungen und dein wachsender Babybauch sorgen gemeinsam dafür, dass der Druck in den Beinvenen zunimmt. Der Rückfluss des Blutes verlangsamt sich, die Venen weiten sich leichter und Flüssigkeit kann ins Gewebe austreten.
Typische Anzeichen sind:
- Schwere, müde Beine
- Spannungsgefühle
- Geschwollene Füße oder Knöchel
- Sichtbar hervortretende Venen
All das ist in der Schwangerschaft häufig – zeigt aber auch, dass deine Venen jetzt besonders gefordert sind.
Sanfte Unterstützung für deine Beinvenen
Auch wenn es eine Wohltat ist, die Beine hochzulegen – im Alltag geht das leider nicht immer. Genau hier können dich medizinische Kompressionsstrümpfe unterstützen: Sie halten deinen Blutfluss in Bewegung und helfen deinem Körper dabei, die zusätzliche Blutmenge leichter zurück zum Herzen zu transportieren.
Dafür haben die Strümpfe an verschiedenen Stellen einen unterschiedlich starken Druck – also einen medizinisch wirksamen Druckverlauf: Um der Schwerkraft entgegenzuwirken, ist der Druck am Knöchel am stärksten und nimmt nach oben hin langsam ab. In den Venen sind Klappen, die sich öffnen und schließen und somit wie Rückstoßventile funktionieren. Durch die Kompression werden die Venen sanft zusammengedrückt, die Venenklappen können besser schließen und das Blut wird effizienter nach oben gepumpt.
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